Downgrading im Festzuschuss-System

Downgrading im Festzuschuss-System

Im Rahmen der Kommentierungen werden meist nur die Fälle behandelt, bei denen ein Patient eine aufwändigere Lösung wünscht, als in der Regelversorgung vorgesehen. Was ist aber, wenn ein Patient eine „schlechtere“ Versorgung wünscht?

Nachfolgend haben wir Ihnen Beispiele zum Thema Downgrading zusammengestellt:

  1. Downgrading in Verbindung mit Brücken als Regelversorgung

TP

 

H

E

E

H

 

 

 

 

 

 

 

H

E

H

 

R

 

K

B

BV

KV

 

 

 

 

 

 

 

KV

B

K

 

B

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OK andersartige Versorgung mit herausnehmbarer Modellgussprothese

Heil- und Kostenplan Teil 1

Gebiet

FZ

BEMA

Leistung

17-14

2.2

-

Brücke zum Ersatz von zwei fehlenden Zähnen

25-27

2.1

-

Brücke zum Ersatz von einem fehlenden Zahn

15,14,25

3x 2.7

-

Vestibuläre Verblendung

Heil- und Kostenplan Teil 2

Gebiet

Anzahl

GOZ

Leistung

OK

1

5210

Modellgussprothese

16,15

26

2

5070

Prothesenspanne

HINWEIS: weitere Leistungen sind zusätzlich (ggf. gem. § 8.7 BMV-Z) berechnungsfähig.

HINWEIS PRAXIS PLAN:

In diesem Beispiel löst die Regelversorgung einen festsitzenden Zahnersatz nach Befundklasse 2 aus, der Patient wünscht aber im Rahmen der Therapieplanung einen einfacheren herausnehmbaren Zahnersatz.

Hier ist ein Downgrading möglich. Da bei einer solchen Versorgung der Festzuschuss ggf. die tatsächlichen Kosten übersteigt, ist eine Erstattung nur in Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten möglich.

  1. Downgrading in Verbindung mit Teleskopkronen als Regelversorgung
  1. Privatleistung gem. § 8.7 BMV-Z ohne Festzuschuss

TP

 

H

H

E

E

KVH

E

E

E

E

E

KVH

E

E

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R

 

H

H

E

E

TV

E

E

E

E

E

TV

E

E

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B

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HINWEIS PRAXIS PLAN:

Die obenstehende Planung löst keinen Festzuschuss aus. Wird in der Regelversorgung dokumentiert, dass eine dentale Verankerung notwendig ist, kann in der Therapieplanung keine Modellgussprothese mit Klammern angegeben werden.

Ein Downgrading ist nicht möglich. Die Festzuschüsse sind befund- und nicht therapiebezogen. Die Leistungsbeschreibung der einzelnen Befundklassen spielt dabei eine große Rolle.

  1. Regelversorgung

TP

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

R

 

H

H

E

E

KVH

E

E

E

E

E

KVH

E

E

H

 

B

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ww

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Heil- und Kostenplan Teil 1

Gebiet

FZ

BEMA

Leistung

13,14

2x 1.1

2x 1.3

2x 19

Provisorische Krone

13,14

2x 20b

Krone, vestibulär verblendet

OK

3.1

98a

Abformung mit individuellem Löffel

96c

98g

Modellguss zum Ersatz von mehr als 8 Zähnen

98h/2

Verwendung mind. 2 Halte- und Stützvorrichtungen

Heil- und Kostenplan Teil 2

Gebiet

Anzahl

GOZ

Leistung

-

-

-

-

HINWEIS: weitere Leistungen sind zusätzlich (ggf. gem. § 8.7 BMV-Z) berechnungsfähig.

HINWEIS PRAXIS PLAN:

Das obenstehende Beispiel weist einen Befund aus, bei dem der Ansatz des FZ 3.2 möglich wäre, da beidseitig eine unterbrochene Zahnreihe vorliegt und der endständige Zahn ein Eckzahn bzw. ein erster Prämolar ist.

Es werden aber nur die Festzuschüsse 3.1 sowie 2x 1.1 und 2x 1.3 gewährt, da in der Regelversorgung dokumentiert ist, dass eine dentale Verankerung durch Teleskopkronen nach der ZE-Richtlinie Nr. 35 nicht erforderlich ist.