Systematische Behandlung von Parodontopathien

Systematische Behandlung von Parodontopathien

PAR-Behandlungen ohne vorhergehende Röntgendiagnostik

Der Abschnitt B. V. 2. der Behandlungsrichtlinie zur PAR-Behandlung bestimmt, dass zur Anamnese und Diagnostik im Vorfeld auswertbare Röntgenaufnahmen erforderlich sind.

Diese sollten in der Regel zum Zeitpunkt der Diagnostik nicht älter als sechs Monate sein und alle Zähne darstellen.

Ist dies nicht der Fall, geht die Krankenkasse davon aus, dass die Parodontitis Behandlung nicht entsprechend den Richtlinien durchgeführt wurde und somit die Behandlung nicht vertragsgerecht erfolgte.

Die häufigsten Beanstandungen aus rein formalen Gründen sind:

  • Keine Röntgenaufnahmen angefertigt
  • Röntgenaufnahmen sind bei Planerstellung älter als 6 Monate
  • Behandlungsbeginn vor Genehmigungsdatum
  • Abrechnungsfrist versäumt
  • Fehlende Kennzeichnung der Therapieergänzung im Sinne eines zusätzlichen Vorgehens

Geplante PAR-Behandlung kommt nicht zur Durchführung

Kommt eine systematische Behandlung von Parodontopathien nicht zur Durchführung, so kann die BEMA-Nr. 4 (Befundaufnahme und Erstellen eines Heil- und Kostenplanes bei Erkrankungen der Mundschleimhaut und des Parodontiums) unabhängig von der Genehmigung des Behandlungsplans abgerechnet werden (§ 23 Abs. 4 BMV-Z).

Bei der Abrechnung ist ein Hinweis, weshalb die Leistung nicht zur Durchführung kommt, im KZV-internen Feld anzugeben.

Kommt lediglich die BEMA-Nr. 4 zur Abrechnung, so ist als Abschlussdatum das Ausstellungdatum anzugeben.

Nach dem Abschlussdatum sind zu dem Behandlungsfall nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen nicht mehr möglich