Dosierung muss auf Rezept angegeben werden

Dosierung muss auf Rezept angegeben werden

Zahnärzte und Ärzte sind seit 01.11.2020 dazu verpflichtet, Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente mit Angaben zur Dosierung zu versehen.

Ausnahme: der Patient besitzt bereits eine schriftliche Dosierungsanweisung oder einen Medikationsplan.

Wenn auf dem Rezept die Dosierungsangabe fehlt, kann die Krankenkasse gegenüber dem Apotheker die Erstattung des Arzneimittels verweigern.

Daher muss davon ausgegangen werden, dass Apotheken zukünftig Rezepte ohne Dosierungsangaben ablehnen werden. Wenn keine Ablehnung des Rezepts erfolgt, muss aber ein höherer Aufwand durch Rückfragen eingeplant werden, denn nach Rücksprache mit dem Arzt oder Zahnarzt darf die Dosierung durch die Apotheke ergänzt werden.

Bei Rezepten für nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel sind Dosierungsangaben nicht notwendig – allerdings wird die Angaben empfohlen.

Diese Neuerung basiert auf einer Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV), die am 01.11.2020 in Kraft getreten ist. Allerdings ist diese Neuerung häufig auch bei den Anbietern von Zahnarztsoftware nicht bekannt.

Hinweis: Da Zahnärzte – im Gegensatz zu Ärzten – keine spezielle Verordnungssoftware benötigen, kann die Dosierungsangaben einfach selbst den Textbausteinen in der Software hinzugefügt werden.