Videosprechstunden und Videofallkonferenzen

Videosprechstunden und Videofallkonferenzen

Ab dem 01. Juli 2020 sind Videosprechstunden und Videofallkonferenzen über festgelegte Standards auch in der vertragszahnärztlichen Versorgung möglich.

Grundlage dafür ist die Vereinbarung über die Anforderungen an technische Verfahren zur Videosprechstunde gemäß § 291g Absatz 5 SGB V, die als Anlage 16 des BMV-Z zwischen KZBV und GKV-Spitzenverband geschlossen wurde.

Videodienstanbieter haben demnach die Möglichkeit - soweit sie die geforderten Anforderungen der Vereinbarung erfüllen und entsprechende Nachweise erbringen - Videodienstleistungen in der vertragszahnärztlichen Versorgung anzubieten.

Die Leistungen (Videosprechstunden und Videofallkonferenzen) sind gesetzlich vorgesehen für Versicherte, die einem Pflegegrad nach § 15 SGB XI zugeordnet sind oder Eingliederungshilfe erhalten sowie für Versicherte, an denen zahnärztliche Leistungen im Rahmen eines Kooperationsvertrages gem. § 119b Abs. 1 SGB V erbracht werden (vgl. §§ 87 Abs. 2k, 87 Abs. 2i SGB V).

Der Bewertungsausschuss hat am 19. August 2020 einen Beschluss über die Abbildung spezieller vertragszahnärztlicher Vergütungen zu diesen Leistungen im BEMA gefasst, der vom Bundesministerium für Gesundheit nicht beanstandet worden ist.

Diese neuen Leistungen können ab dem 1. Oktober 2020 abgerechnet werden und stehen für die Versorgung der betreffenden Versicherten zur Verfügung.

Weiterführende Informationen zur konkreten Berechnung sowie den Abrechnungsmöglichkeiten bei Patienten die nicht dem anspruchsberechtigten Personenkreis zugeordnet sind werden wir im Rahmen unseres aktuellen Seminars „Der PRAXIS PLAN Herbstworkshop - Der Farbtupfer für Ihre Abrechnung“ aufzeigen.

Termine und Veranstaltungsorte

Eine fortlaufend aktualisierte Übersicht zertifizierter Videodienstanbieter kann auf der Website der KZBV abgerufen werden.